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Bildungspartner NRW - Gedenkstätte und Schule

Foto zeigt junge und alte Hand, die auf auf ein historisches Foto zeigen

Foto: Andreas Weinhold | Bildungspartner NRW

Gedenkstätten und andere Erinnerungsorte ermöglichen Kindern und Jugendlichen die aktive Teilhabe an der öffentlichen Geschichts- und Erinnerungskultur. In Auseinandersetzung mit der Vergangenheit der eigenen Stadt oder Region lernen Schülerinnen und Schüler, eigene Standpunkte zu aktuellen Fragestellungen zu entwickeln und zu vertreten.


Gedenkstätten in NRW

In NRW gibt es viele Gedenk- und Erinnerungsorte an die NS-Herrschaft, z.B. einstige Gefängnisse, Wohnhäuser von Verfolgten oder ehemalige Synagogen. 29 von ihnen sind im Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in NRW e.V organisiert:

• Bonn
• Brauweiler
• Dingden
• Dorsten
• Dortmund
• Drensteinfurt
• Duisburg
• Düsseldorf MuG
• Düsseldorf Erinnerungsort
• Essen
• Gelsenkirchen
• Hemer
• Herford
• Köln NS-Dok
• Köln Jawne
• Krefeld
• Lemgo
• Lüdenscheid
• Münster
• Oberhausen
• Petershagen
• Selm-Bork
• Siegen
• Soest
• Schloß Holte-Stukenbrock
• Vogelsang
• Wewelsburg
• Windeck-Rosbach
• Wuppertal

Hinzu kommen noch Kriegsgräberstätten, Denkmäler und weitere Geschichtsorte, die erinnerungskulturelles Lernen ermöglichen.

Kooperationsformen

Eine Bildungspartnerschaft kann zwischen einer oder mehreren Schulen und einer Gedenkstätte aus dem Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in NRW oder zwischen einer oder mehreren Schulen, einem Verband/einem Verein/einer Stiftung und einer kommunalen Einrichtung (z.B. Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und Bildungsbüro, Museum, Archiv, VHS...) geschlossen werden.

Die nachfolgende Auflistung ist als unabgeschlossener, erweiterbarer Baukasten für die praktische Zusammenarbeit zu verstehen. Selbstverständlich sind auch Variationen oder Kombinationen denkbar.

Archivrecherche
Viele Gedenkstätten und andere Erinnerungsorte verfügen über ein eigenes Archiv, in dem Schülerinnen und Schüler methodische Fähigkeiten erwerben können.

Beratung bei Facharbeiten und Projektkursen
Gedenkstätten und andere Erinnerungsorte bieten Schülerinnen und Schülern Hilfestellung bei Themenfindung, Recherche und Auswahl geeigneter Materialien.

Diskussionsveranstaltungen
Schülerinnen und Schüler werden darin gefördert, ihre Meinung frei zu äußern, Fragen zu stellen und das Gelernte mit der eigenen lebensgeschichtlichen Erfahrung zu verknüpfen.

Führungen, dialogische Führungen
In der direkten Kommunikation mit Schülerinnen und Schülern kann auf deren Fragen und Interessen unmittelbar eingegangen und adäquat reagiert werden. Im Idealfall hat die Führung die Funktion eines Einstieges in die schüleraktivierenden Lernangebote.

Gedenktage
Die Gestaltung eines Gedenktages eröffnet Schülerinnen und Schülern vielfältige Möglichkeiten der Teilhabe an der öffentlichen Erinnerungskultur.

Geschichtswettbewerbe
Die Fachkräfte der Gedenkstätten und anderer Erinnerungsorte unterstützen Schülerinnen und Schüler bei der Teilnahme an Geschichtswettbewerben, z.B. dem Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten.

Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen
Zeitzeugenbasierte Lernangebote machen die Geschichte als erzählerisches Konstrukt durchschaubar und eignen sich daher für ein dekonstruierendes Lernen, bei dem es z. B. auf das Erkennen von Erzählmustern oder Erzählabsichten ankommt.

Historische Stadtrundgänge
Schülergruppen lernen die Geschichte von Plätzen, Gebäuden und Stadtteilen kennen und setzen historische Ereignisse und Personen in Bezug zu Orten ihres eigenen Umfelds. Eine digitale Variante ist das Geocashing.

Klassen- und Kursfahrten zu Gedenkstätten und anderen Erinnerungsorten
Der Besuch von Jugendbegegnungsstätten und Bildungswerken kann eine Gedenkstättenfahrt zu einer interaktiven und interkulturell nachhaltigen Erfahrung machen.

Lehrerfortbildungen
Fachkräfte der Gedenkstätten und anderer Erinnernungsorte bieten Fortbildungen zu historischen und kulturwissenschaftlichen Themen an.

Schülerpraktika
Gedenkstätten oder die Träger der außerschulischen politischen Jugend- und Erwachsenenbildung können Praktikumsplätze anbieten.

Workshopangebote, z. B. für Projekttage
Von Fachkräften moderiert, bieten Workshops Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit zur intensiven Erarbeitung eines historisch-politischen Themas am authentischen Lernort, ausgerichtet an gegenwärtigen Fragen wie Fremdenfeindlichkeit oder Kindersoldaten.

Ihr Ansprechpartner:


Seite zuletzt geprüft und aktualisiert: 20.September 2020

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und der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe.